Ein Sommernachtstraum
von William Shakespeare
Übersetzung: Maik Hamburger
Bearbeitung und Regie: Sebastian Kautz
Bühne: Heike Neugebauer, Sebastian Kautz
Kostüme: Heike Neugebauer
Mit: Christian Bergmann, Sandro Costantini, Christoph Jacobi, Svea Meiken Petersen, Markus Seuß, Petra-Janina Schultz, Thomas C. Zinke, Janina Zamani
Theseus, Herrscher von Athen, bereitet die Hochzeitsfeier mit Hippolyta, der Königin der Amazonen, vor. Dieser Anlass inspiriert eine Gruppe von Handwerkern eine Tragödie einzustudieren, die sie zum Fest aufführen wollen. Die Proben werden im naheliegenden Wald abgehalten. In diesen Wald haben sich die Liebenden Hermia und Lysander geflüchtet, Hermias Vater besteht jedoch darauf, sie mit einem anderen Mann, Demetrius, zu verheiraten. Helena, die in Demetrius verliebt ist, folgt ihnen mit Demetrius in den Wald.
Viele Geister und Feen haben sich ebenfalls im Wald versammelt, um den
Hochzeitsfeierlichkeiten beizuwohnen. Der König der Feen, Oberon, im Streit mit
seiner Königin Titania, beauftragt den Geist Puck, eine magische
Zauberflüssigkeit zu finden, um die Liebe und die Liebenden zu manipulieren. Es
entstehen große Liebesverwirrungen. Letztlich finden sich die Liebespaare und
werden von Theseus eingeladen, die Hochzeiten gemeinsam zu feiern und die
Handwerker geben ihre komisch-klägliche Tragödie.
Sebastian Kautz hat es geschafft, das Hintergründige im Auge zu behalten,
aber auch in den tragischen Momenten Komik durchschimmern zu lassen. Dreh- und
Angelpunkt dieser Inszenierung ist die Handwerkertruppe, die im Märchenwald ein
Theaterstück proben möchte. Wenn diese Figuren mit ihren Macken und Eigenarten
auf der Bühne agieren, sind Tumult und Komik angesagt.
Ansonsten ist der Sommernachtstraum der bremer shakespeare company voller
wunderbarer Einfälle, phantasievoller Kostüme und überzeugender Figuren. Eine
kuzweilige, witzige, dabei selten klamaukige Inszenierung. Das fanden auch die
Zuschauer.
Radio Bremen, NordWestRadio
Eine der großen Leistungen der bremer shakespeare company in dieser
Inszenierung des Volksstückes ist die absolut reibungslose Verwandlung der
Ensemblemitglieder. Nur acht Personen stellen die zahlreichen Figuren der
Komödie dar. Ebenso herausragend: der aus der Geschichte fast gelöste und wie
ein Parallelstück inszenierte Versuch der chaotischen Handwerker, eine
Geschichte theatralisch umzusetzen.
NordWestZeitung
Mit Hilfe seiner Zauberkräfte und der Unterstützung seines Dieners,
dem Kobold Puck, entfacht Oberon ein unglaubliches Verwirrspiel, das ein
Gefühlschaos aller Beteiligten nach sich zieht. Die Inszenierung von
Company-Mitglied Sebastian Kautz ist genauso lyrisch wie witzig-frech. Die
Handlung hat er zusammen mit Bühnenbild und Kostümen (Heike Neugebauer) in
skurril-traumhafte Bilder umgesetzt. Es macht wirklich Spaß, diesem leichten
wie nachdenklichen “Sommernachtstraum” zuzuschauen.
Diabolo
Acht gut aufgelegte Schauspieler und Schauspielerinnen übernahmen die
insgesamt 18 Rollen des Stücks, schlüpften dabei in fliegendem Wechsel von
einer Haut in die andere und begeisterten durch Wandlungsfähigkeit und
schauspielerisches Können. Eine großartige Leistung der bremer shakespeare
company. Applaus, Applaus!
Die Glocke, Gütersloh
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