Ein Sommernachtstraum
von William Shakespeare

Bremer shakespeare company gewinnt den Monica Bleibtreu Preis Am Sonntag, 10. Juni, ist die bremer shakespeare company mit ihrer Inszenierung “Ein Sommernachtstraum” bei den ersten Privattheatertagen mit dem Monica Bleibtreu Preis ausgezeichnet worden. In der Begründung der Jury wurden die “überwältigende Spielfreude”, die “mitreißende und liebevolle Inszenierung”, sowie “das Bühnenbild, das Licht, die Kostüme und die Choreografie” und die “Leidenschaft eines erstklassigen Kreativteams” hervorgehoben.
Das Festival der Privattheater wird vom Staatsminister für Kultur und Medien, Bernd Neumann, gefördert. Ziel ist es, die darstellerische Vielfalt, die künstlerische Leistungsfähigkeit und die hohen theatralische Qualität der über 200 privaten Theater in Deutschland zu zeigen. Die Zuschauerzahl der deutschen Privatthearter beläuft sich auf mehr als 7 Millionen im Jahr. Der Preise ist undotiert.
Radio Bremen:
http://www.radiobremen.de/kultur/nachrichten/kulturshakespearecompanypreis
Regie: Benno Ifland.
Bühne/Kostüme: Heike Neugebauer.
Mit: Ulrike Knospe, Tim Lee, Peter Lüchinger, Michael Meyer, Erik Roßbander,
Theresa Rose, Petra Janina-Schultz, Markus Seuß.
Die große Hauptdarstellerin in „Ein Sommernachtstraum“ ist die Liebe.
Die Athener gehorchen strengen Konventionen, die die Liebe zähmen und in eine
Vernunftehe pressen sollen. Wer ausbricht und seinen Gefühlen folgt, auf den
wartet der Wald: eine anarchische Welt, die in ihrer Unberechenbarkeit zugleich
verlockt und erschreckt, ein Traumreich, in der Feen und Geister regieren. Dort
bricht sich die Liebe ihre Bahn, täuscht, verblendet, verwirrt, berauscht.
Der Liebe verfallen die Zauberwesen, genauso wie die braven Athener. Die Liebe
soll mit Tricks, Tropfen und Drogen manipuliert werden, doch sie zieht die
Figuren in einen Wirbel verführerischer und bedrohlicher Ereignisse, in dem
Traumseligkeit und Albtraum hautnah beieinander liegen.
Eine Komödie über das Ausgeliefertsein des Menschen an seine Liebessehnsucht, aber auch ein Spiel um das Theater und seine illusionäre Kraft.
Trailer
Pressestimmen
Verträumt, verspielt, temporeich und unheimlich komisch kam der absurde Reigen um Liebe, Hass, Boshaftigkeit und Zauberei daher. Oberon als Rocker mit Sonnenbrille und Staubmantel (polternd, tobend: Erik Roßbander), Peter Lüchinger als herrlich verschrobener Zettel, der sogar in Eselsgestalt ausgeprägtes Schwyzerdütsch spricht. Dazu zwei unglaublich starke Frauen, Petra-Janina Schultz und Erika Spalke, sowie Michael Meyer als verstohlenes, tänzelndes Teufelchen Puck, von dem es gerne etwas mehr hätte geben dürfen. Insgesamt eine kurzweilige Inszenierung, charmant umgesetzt und mit viel Esprit und Freude am Spiel dargeboten.
Weser-Report
Benno Iflands unprätentiöse Inszenierung setzt auf Schauspielerei. Was schön ist, wenn Ulrike Knospe die ergraute Fürsten-Verlobte Hippolyta mit der wissenden Mimik einer lebenserfahrene Matrone gibt. Und was auch Petra-Janina Schultz als temperamentvoll um ihre Liebe kämpfende Hermia entgegenkommt, oder erst recht als höchst patenter Handwerker-Regisseur Squenz, superlocker und saukomisch.
taz
Kann man einer der meist gespielten Komödien noch etwas Neues, Frisches abgewinnen? Um es vorweg zu nehmen, man kann. Den Beweis tritt die Bremer Shakespeare Company mit ihrer Neuinszenierung des Klassikers „Ein Sommernachtstraum“ an. Die Company vermag mit Ideen und vor allem großer Unterhaltungskunst zu überzeugen. Latente Staubschichten und langatmige Szenen, wie weggefegt. Dafür neue Mitspieler und frischer Wind. Knapp zweieinhalb Stunden konzentriert sich das Ensemble auf das Wesentliche: Mehr als solide Komödienunterhaltung gepaart mit einnehmendem Spiel – und kleinen Selbstverliebtheiten wie Berliner Schnauze und Schweizer Dialekt, was aber in diesem Fall charmant und authentisch wirkt. Benno Ifland wartet in der schwungvollen Neuinszenierung vor allem mit einer kompakten Erzähldichte und hohem Tempo auf. Das Ensemble, leichtfüßig wie lange nicht mehr zu erleben, schlüpft in unzählige überzeugend besetzte Rollen und macht selbst als dummer Esel noch eine gute Figur. „Der größte Spaß entsteht, wenn sich etwas falsch herumdreht“, frohlockt Puck. Nein. Der größte Spaß entsteht im Theater, wenn alles richtig ineinander geht.
Kreiszeitung
Benno Ifland hat mit dem Ensemble nun eine weitere Inszenierung vom „Sommernachtstraum“ erarbeitet. Diese ging zur Premiere rustikal komödiantisch über die Bühne im Concordia. Doch was vermittelt uns die erzählte Geschichte heute? Atmosphäre und Musikalität sind gefragt, eine zart romantische Grundierung lechzt nach inszenatorischer Umsetzung. Benno Ifland, der Ende der 80-er Jahre als Schauspieler in so vielen Inszenierungen des Bremer Theaters brillierte, verlässt sich hier, als Gast-Regisseur bei der Company, auf die Spielfreude des Ensembles. Viele der anfangs hübschen Einfälle zerbröseln. Etwas zu wenig zauberhaften Sommernachtsgeist bringt dieser Abend.
Weserkurier
Was für ein Lustspiel. Benno Ifland wartet in der schwungvollen Neuinszenierung der bremer shakespeare company mit kleinen Überraschungen, aber vor allem einer kompakten Erzähldichte auf. Am Ende siegt natürlich die Liebe. Tosender Applaus!
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