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Was wäre, wenn Romeo und Julia nicht Teil verfeindeter Familien wären, sondern zweier Stämme – eines Stammes der Männer und eines Stammes der Frauen? - Mit dieser Frage beschäftigt sich Kira Petrov mit ihrem internationalen Ensemble des Theaters 11. Kämpferische Auseinandersetzungen zwischen den Stämmen zwingen den über sie wachenden Schamanen dazu, den Feinden eine babylonische Strafe aufzuerlegen: erneuter Friedensbruch wird mit dem Tode bestraft, zudem können die Feinde sich fortan nicht mehr verständigen; die Frauen scheinen Russisch zu sprechen und die Männer Arabisch. Die weltbekannte Tragödie erhält mit Hilfe dieser Kniffe eine neue, universellere Bedeutung. Für Romeo und Julia überwindet die Liebe die Grenzen, die ihnen auferlegt wurden - wenn auch erst im Tod. Doch gleichzeitig hat sie auch die Kraft die Mauern unserer geschlechtlichen und kulturellen Wahrnehmungen einzureißen. Und das ist, wie in der Geschichte der beiden weltberühmten Liebenden, schließlich Schicksal.

Romeo: Ismaeel Foustok / Abdulwahab Alshebli.
Julia: Alisoun Trendelbernd / Valeria Bekker.
Schwester: Valeria Bekker / Alisoun Trendelbernd.
Benvolio: Benedikt Gers / Azad Kour.
Medizinmann: Maciej Tyrakowski.
Medizinfrau: Natalia Gorohova.
Apotheker: Zerevan Khaleel Ibrahim.
Frauen: Eugenia Butakow, Svetlana Skobeleva, Emma Stommel, Amina Astamirova, Erika Bauch, Stephanie Bauch, Salima Bakiyeva, Larissa Scherschel Arzoo Khawri, Evelin Lemmer.
Männer: David Kust, Mohamad Saleh Hajrihan, Roein Amiri, Lucas Wodtke