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Die Diskussion über die Zukunft Europas spielt angesichts der Herausforderungen (Eurokrise, Migration, Globalisierung, Verhältnis zu Russland, Brexit etc.) eine immer größere Rolle. Längst hat sich gegen die aktuell die Schlagzeilen bestimmenden populistischen Europafeinde eine starke Gegenbewegung gebildet, die sich ein freiheitliches, weltoffenes, sozial gerechtes Europa nicht nehmen lassen will. Ihr will Claus Leggewie mit diesem Buch eine Stimme geben. Leggewie zählt seit langem zu den führenden linksintellektuellen Köpfen unseres Landes. Seine Themen sind die Herausforderung Deutschlands und Europas durch die Migration sowie die Zukunft demokratischer Gesellschaften im Zeitalter globaler Krisen. Zusammen mit dem Soziologen Harald Welzer hat er 2011 den Bestseller “Das Ende der Welt, wie wir sie kannten” vorgelegt, eine scharfsichtige Analyse der Zeitenwende, in der wir leben. Sein neues Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer für ein freiheitliches, kosmopolitisches Europa und eine scharfe Abrechnung mit allen Kräften, die Europa zurückführen wollen in nationale Abschottung, Fremdenhass und Ressentiments aller Art. Mit genauem Blick beschreibt Leggewie die Basisbewegungen und Netzwerke, die sich überall in Europa bilden - von Pablo Turrions “Podemos” in Spanien über Beppe Grillos Movimento 5 Stelle in Italien, Yanis Varoufakis’ DiEM 25, Alexis Tsipras’ Syriza in Griechenland bis hin zu den radikalen linken Flügeln der Labour Party in England oder der Sozialisten in Frankreich, aber auch bis hin zu globalisierungskritischen NGOs wie Attac oder neuen grünen Bewegungen wie Les Verts oder Europe Ecologie in Frankreich. Was sie alle eint, ist die Abkehr von einem undemokratischen, bürokratisierten, überregulierten, abgehobenen Europa und der Kampf für ein basisdemokratisches, grenzenloses, sozial gerechtes Europa freier Bürger. Sie sind die politischen Gegenspieler von Parteien und Gruppierungen wie Le Pens Front National, Pegida, AfD oder Geert Wilders’ Freiheitspartei. Sie sind aber auch die Gegenspieler von undurchsichtigen Mammutinstitutionen wie Europäischer Währungsfonds oder EU-Kommission.

Der Rechtspopulismus bzw. die Angst vor ihm, besetzt zunehmend die politische Debatte. „Europa zuerst ist dagegen eine ironisch-heitere, aufgeschlossen in die Zukunft blickende Wendung, ein Statement gegen die autoritäre Welle, die rund um die Welt geht. Dabei ist eine Portion aufgeklärter Eurozentrismus durchaus angebracht und verträglich. Keine neoimperiale Überheblichkeit (…), vielmehr selbstbewusste Bekräftigung einer Wertegemeinschaft (…).“ (Claus Leggewie in der Berliner Zeitung, 20.09.2017) Der bekannte Politologe Claus Leggewie beschreibt und analysiert Basisbewegungen und Netzwerke in verschiedenen Ländern für basisdemokratisches, kosmopolitisches, bürgernahes und sozial gerechtes Europa.