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Lesungen im Mai: Krieg und Flucht im 20. Jahrhundert

Im Mai schauen wir aus aktuellem politischen Anlass in die Geschichte: Im Jahr 2013 hatte aus der Reihe Aus den Akten auf die Bühne die Lesung Eine Stadt im Krieg. Bremen 1914-1918 Premiere, denn der 100. Jahrestag des Ausbruch des 1. Weltkriegs stand bevor. Historische Dokumente und private Korrespondenzen zeigen, wie sich der 1.Weltkrieg in das Leben der Stadt einschrieb: nicht nur Hurra-Patriotismus und Durchhalteparolen, sondern auch Zweifel und persönliche Todes- und Verlustängste beherrschten die Gedanken der Menschen an der Front und in der Heimat. Krieg und Verfolgung sind die vorrangigen Gründe für massenhafte Fluchtbewegungen, heute wie gestern. Die Lesung “Keine Zuflucht. Nirgends: an Land und auf dem Meer.” erzählt anhand historischer Dokumente das Scheitern der Konferenz von Evian von 1938. Dort Konnten sich 32 Staaten nicht auf die Aufnahmen von 500 000 deutschen Staatsbüger:innen jüdischen Glaubens einigen. Diese internationale Gleichgültigkeit gegenüber der Notlage von verfolgten Menschen führte zu der Tragödie der MS St. Louis. Das Schiff mit 937 Flüchtlingen an Bord bekam nirgends Landeerlaubnis und musste nach Europa umkehren, was für viel Passagiere den Tod bedeutete.