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Axel Hackes Lesungen sind Unikate, kein Abend ist wie der andere. Da hockt nicht einer hinter einem Tisch mit Wasserglas und Lampe und trägt aus seinem neuen Buch vor, wie das üblich ist, nein, Hacke sitzt auf einem Stuhl, redet über das Leben, erzählt von seiner Arbeit und hat alles dabei, was er im Leben geschrieben hat, na gut, eine Menge von dem – und das ist sehr viel: tausende Exemplare seiner legendären Kolumnen aus dem Magazin der Süddeutschen Zeitung, darunter auch die ganz aktuellen der vergangenen Monate, dazu einen Stapel von Büchern, das ebenso komische wie verträumte und versponnene Sprachspielbuch Im Bann des Eichelhechts und andere Geschichten aus Sprachland zum Beispiel und selbstverständlich dass allerneueste: Ein Haus für viele Sommer, Geschichten aus dem Leben eines Mannes, der mit seiner Familie seit fünfzig alle Ferien in einem alten und sehr geheimnisvollen Turm in einem italienischen Dorf verbringt. So entsteht jeden Abend (wenn es gut geht, und meistens geht es doch gut) – ein neues kleines Lese-Kunstwerk, in dem die hergebrachten Trennungen von ernst und unterhaltsam nichts bedeuten, weil in so einem Abend alles drin ist, das Heitere, das Philosophische und das brüllend Lustige.
Man weiß nur vorher nie so genau: was? Man weiß es nicht. Jede Hacke-Lesung ist ein bisschen anders als alle anderen: eine kleine Wundertüte. Sicher ist am Ende nur jener Rat, den der Norddeutsche Rundfunk einmal dem Publikum gab: „Wenn er eine öffentliche Lesung macht, pflegen sich seine Zuhörer mit Taschentüchern auszustatten, weil sie wissen, dass die Lachtränen laufen werden.“

“Wie er da so locker im Scheinwerferlicht auf der Bühne sitzt, ohne Moderator, nur mit seinem Erzähltalent, wie er Pointe um Pointe setzt, da dürfte auch jenen, die ihn zum ersten Mal erleben, schnell klar sein, dass dieser Mann ein Profi in Sachen Dramaturgie ist, mit dem Gespür für feine Ironie, der nichts anbrennen lässt.”
FAZ 11.04.18

“Die Einschübe zwischen den Texten sind ein ebenso großes Vergnügen wie die Lesung selbst, die der Schriftsteller, Kolumnist und Journalist mit viel Gespür für Wirkung und Timing vorträgt.” Kieler Nachrichten, 11.11.2016

“Es so schön zuzuspitzen, ist die Kunst.” Mannheimer Morgen 06.04.2016

Axel Hacke, 1956 in Braunschweig geboren, lebt als Schriftsteller in München. Berühmt ist seine Kolumne »Das Beste aus aller Welt«, die er seit Jahrzehnten jede Woche im Magazin der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht. Seine Bücher, zum Beispiel »Der weiße Neger Wumbaba« oder »Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen« sind Bestseller. Seine Arbeit wurde unter anderem mit dem Joseph-Roth-Preis, zwei Egon-Erwin-Kisch-Preisen, dem Theodor-Wolff-Preis und zuletzt dem Ben Witter-Preis 2019 ausgezeichnet. Im August 2019 erschien »Wozu wir da sind. Walter Wemuts Handreichungen für ein gelungenes Leben«.

Bibliographie: • Nächte mit Bosch (1991) • Der kleine Erziehungsberater (1992) • Der kleine König Dezember (1993) • Hackes Tierleben (1995) • Ich hab’s euch immer schon gesagt (1998) • Auf mich hört ja keiner (1999) • Ich sag’s Euch jetzt zum letzten Mal (2000) • Ein Bär namens Sonntag (2001) • Das Beste aus meinem Leben (2003) • Deutschlandalbum (2004) • Der Weisse Neger Wumbaba (2004) • Prálinek (2005) • Der Weisse Neger Wumbaba kehrt zurück (2007) • Wortstoffhof (2008) • Wumbabas Vermächtnis (2009) • Alle Jahre schon wieder (2009) • Wofür stehst Du? (2010, mit Giovanni di Lorenzo) • Das Beste aus meinem Liebesleben (2011) • Oberst von Huhn bittet zu Tisch (2012) • Fußballgefühle (2014) • Das kolumnisitische Manifest (2015) • Die Tage, die ich mit Gott verbrachte (2016) • Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen (2017) • Hackes Tierleben, Neuausgabe (2019) • Wozu wir da sind. Walter Wemuts Handreichungen für ein gelungenes Leben (2019) • Im Bann des Eichelhechts (2021) • Ein Haus für viele Sommer (2022)

Foto: Dashuber