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Der in Bremen aufgewachsene Schriftsteller Tomasz Jedrowski liest aus seinem Debüt Im Wasser sind wir schwerelos. Es spielt zur Zeit der Solidarność-Bewegung im Polen der 80er Jahre und zeigt die zerstörerische Macht der Politik im Ringen um persönliche Freiheit. Jedrowski findet eine ganz eigene, intensive Bildsprache für Körperlichkeit und Sexualität. Die Coming-of-Age-Geschichte einer homosexuellen Liebe wurde vom Guardian als Buch des Jahres gefeiert. Zeitgleich verfasst Tomasz Jedrowski zum Thema LIEBE die gleichnamige Kolumne SATZWENDE des Bremer Literaturmagazins.

Ein Sommer. Eine Liebe. Ein unvergesslicher Roman über das, was zählt. Über den letzten Sommer der Jugend. Über Liebe und Verlust. Und über die Opfer, die wir bringen, um aufrecht durchs Leben zu gehen. Ludwik ist verliebt. Es ist der Sommer nach dem Examen, ein Sommer, in dem alles anders wird. Denn Ludwik ist verliebt in Janusz, eine Unmöglichkeit in Polen im Jahr 1980. Zu zweit verbringen sie magische Tage an einem verborgenen See im Wald. Hier können sie sich einander offenbaren, hier erleben sie die große Liebe. Doch irgendwann ist der Sommer zu Ende, sie müssen zurück in die Stadt. Die Welt befindet sich im Umbruch, Ludwik träumt von der Flucht in den Westen, Janusz wählt eine Karriere innerhalb des Systems. Ludwik muss sich entscheiden: für ein Leben voller Heimlichkeiten – oder den Mut, er selbst zu sein.

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Lesereihe Satzwende

Das virtuelle Literaturhaus Bremen und das Bremer Literaturkontor initiieren in Kooperation mit der bremer shakespeare company ein neues Literaturformat: die Lesereihe SATZWENDE.
International renommierte Autor:innen stellen aktuelle Bücher vor – und zwar passend zum Monatsthema des Literaturmagazins Bremen. Zugleich schreiben sie exklusiv für die gleichnamige Kolumne des Magazins. Für das Jahr 2022 sind vier analoge Lesungen geplant, die mit der digitalen Kolumne in einen Dialog treten.
Seit Januar 2021 geben das virtuelle Literaturhaus und das Bremer Literaturkontor das digitale Literaturmagazin Bremen heraus, für dessen Kolumne bereits namhafte Autor:innen wie Ulrike Draesner, Matthias Politycki, Olga Grjasnowa, Heinz Helle oder Nora Bossong geschrieben haben.

Mit der Lesereihe SATZWENDE soll ab März 2022 eine neue Literaturdebatte angestoßen werden. Regelmäßig werden hochkarätige, deutschsprachige Schriftsteller:innen, deren Auswahl eng mit der Themensetzung des digitalen Literaturmagazins verknüpft ist, nach Bremen eingeladen. Sie schreiben eine Leitkolumne, die zum 1. des jeweiligen Lesemonats online geht. Im Theatersaal der bremer shakespeare company finden zum selben Thema moderierte Lesungen mit Gespräch statt.
Für die Lesereihe konnten folgende Autor:innen gewonnen werden:
Freitag, 4. März 2022 Tomasz Jedrowski zum Thema #Liebe
Donnerstag, 28. April 2022 Clemens Meyer zum Thema #Randzone
Donnerstag, 29. September 2022 Anke Stelling zum Thema #Wohnen
Donnerstag, 1. Dezember 2022 Helene Bukowski zum Thema #Körper

Um die Verknüpfung zwischen Lesereihe und Kolumne sichtbar zu machen, tragen sowohl das analoge wie das digitale Format denselben Titel: SATZWENDE. Digitale Kanäle und Live-Erlebnis vor Ort werden verschränkt und damit gleichzeitig Grenzen gesprengt. Nicht zuletzt seit Corona ist ein generationsübergreifender Brückenschlag nötig, um zu zeigen, dass digitale und analoge Literaturerlebnisse sich sinnvoll ergänzen. Zudem kann das neue Format die Stadt Bremen in der Innen- wie Außenwahrnehmung als wichtigen Literaturstandort etablieren. Bremen ist eine lebendige Literaturstadt mit zahlreichen Festivals, doch abseits dieser Events finden nur wenige Lesungen mit Schriftsteller:innen statt, die weit über Bremens Grenzen hinaus bekannt sind. Die SATZWENDE will – auch mit Hinsicht auf Bremens Bewerbung zur City of Literature 2023 – diese Lücke schließen.