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Zum Stück

Die Wahl (I’m not running) ist die deutsche Erstaufführung des mehrfach ausgezeichneten und Oscar-nominierten Dramatikers David Hare (Drehbuchautor von “Der Vorleser”, Autor und Regisseur von “Wetherby”).

Eigentlich wollte Pauline nur ein Krankenhaus retten - und nun soll sie für den Parteivorsitz kandidieren. Für ihren früheren Geliebten Marc ist das ein Albtraum, denn dieses Amt strebt er schon sein halbes Leben lang an. Er könnte wieder verlieren, aber dieses Mal nicht seine Liebe, sondern die Ersatzwelt, die er sich jahrelang aufgebaut hat. Pauline sieht sich mit verkrusteten Strukturen konfrontiert und beginnt - vom cleveren PR-Stratege Mika unterstützt und begleitet - sich dagegen zu wehren. In der jungen Wani sieht sie ihr eigenes Spiegelbild. Sie möchte sie unterstützen, doch ein tragischer Unfall verhindert dies. Längst verheilt geglaubte Wunden reißen auf: der prügelnde Vater, die alkoholabhängige Mutter. Nicht nur Pauline ist auf der Suche: nach der Heimat im anderen. Die Wahl (I’m not running) besticht durch Wortwitz, intelligente Dialoge Stück und die hochaktuellen Themen unserer Zeit: Diskriminierung, Krankenhausschließung, das Verschwinden der politischen Mitte, Migration, Sucht. Gleichzeitig transportiert es subtil die Ur-Themen von Liebe, Freiheit, Macht, Abhängigkeit und Verlustangst.

Zum Autor

David Hare, geboren 1947 ist ein britischer Dramatiker, Drehbuchautor und Regisseur. Seit Anfang der 1970er Jahre schreibt Hare Theaterstücke mit häufig gesellschaftspolitischem Fokus. 1973 wurde sein erstes Drehbuch für das britische Fernsehen verfilmt. Seit 1978 arbeitet er auch als Regisseur. Einer seiner bekanntesten Filme (Autor und Regisseur) ist das Drama “Wetherby” aus dem Jahr 1985. Der Film gewann auf der Berlinale den Goldenen Bären. Für sein Drehbuch zu “The Hours” nach dem Roman von Michael Cunningham, erhielt er seine erste Oscar®-Nominierung. Eine weitere Nominierung erhielt er 2009 für die Adaption von Bernhard Schlinks Roman “Der Vorleser”. Als Theaterautor wurde Hare zwischen 1983 und 1997 dreimal für den Tony Award nominiert. 2012 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Die aktuellste Verfilmung eines seiner Drehbücher ist “The White Crow” über das Leben Rudolf Nurejews.