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Der Kalif von Bagdad, Chasid, und sein Großwesir Mansor kaufen von einem Krämer ein geheimnisvolles Pulver, mit dem sie sich in Tiere verwandeln und deren Stimmen verstehen können. Allerdings dürfen sie nicht lachen, denn sonst würden sie den Zauberspruch, der sie in Menschen zurückverwandeln kann, vergessen: Mutabor!
Die beiden Männer verwandeln sich mit Hilfe des Zauberpulvers in Störche, doch sie müssen über sich und die Tiere so lachen, dass sie prompt den erlösenden Zauberspruch vergessen und dazu verdammt sind, Störche zu bleiben. Zu spät geht dem Kalifen auf, dass sie auf seinen alten Feind, den Zauberer Kaschnur, hereingefallen sind.
Traurig ziehen die beiden Störche durchs Land. Auf ihrer Reise treffen sie Lusa, eine Eule, die sich ihnen ebenfalls als eine verwunschene Prinzessin zu erkennen gibt. Sie kann nur durch ein Heiratsversprechen wieder ihre menschliche Gestalt erlangen. Wagt einer der beiden Männer, der hässlichen Eule, einen Heiratsantrag zu machen, um so den Bann von ihnen allen zu nehmen?

Die Kunstmärchen Wilhelm Hauffs zeichnen sich durch ihre Lebensklugheit aus und transportieren eine moralische Erkenntnis der Hauptperson, was er geschickt in eine märchenhaften Handlung flicht - so auch in »Kalif Storch«. Die handelnden Personen sind zwar in Tiere verwandelt, doch sie behalten ihr menschliches Bewusstsein. Für die erhoffte Zrückverwandlung in die menschliche Gestalt, muss der Kalif erst seinen Hochmut ablegen. Das orientalische Tableau, vor dem die Geschichte spielt, reichert die Moral mit Fantastik und exotischen Bildern an.

Kalif Storch